erinnerung
heute habe ich einen text entdeckt, den ich vor zwei jahren geschrieben habe. und ich fand ihn gar nicht mal so schlecht:
gefangen
Ich gehe der Strasse entlang.
Ich sehe nichts. Ich bin blind. Blind.
Ich höre nichts. ich bin taub. Taub.
Ich fühle nichts. Ich fühle alles. Ich bestehe aus Gefühlen.
Gefühle, die mich jagen, mich hetzen, mich schlagen.
Gefühle, die mir helfen zu fühlen.
Ich denke nichts. Ich denke vieles. Mein Kopf besteht aus Gedanken.
Gedanken, die mich martern, mich quälen, mich begraben.
Gedanken, die mir helfen zu denken.
Ich gehe durch eine Menschenmenge.
Ich sehe tausend Menschen.
Tausend Menschen, alle mit meinem Gesicht.
Mein Gesicht blickt mich an.
Blass, bleich, leer.
Wohin ich gehe, ist mein Gesicht.
Ich sehe meine Gedanken auf mich zurennen.
Sie werfen mich zu Boden und verprügeln mich.
gefangen
Ich gehe der Strasse entlang.
Ich sehe nichts. Ich bin blind. Blind.
Ich höre nichts. ich bin taub. Taub.
Ich fühle nichts. Ich fühle alles. Ich bestehe aus Gefühlen.
Gefühle, die mich jagen, mich hetzen, mich schlagen.
Gefühle, die mir helfen zu fühlen.
Ich denke nichts. Ich denke vieles. Mein Kopf besteht aus Gedanken.
Gedanken, die mich martern, mich quälen, mich begraben.
Gedanken, die mir helfen zu denken.
Ich gehe durch eine Menschenmenge.
Ich sehe tausend Menschen.
Tausend Menschen, alle mit meinem Gesicht.
Mein Gesicht blickt mich an.
Blass, bleich, leer.
Wohin ich gehe, ist mein Gesicht.
Ich sehe meine Gedanken auf mich zurennen.
Sie werfen mich zu Boden und verprügeln mich.
stella nera - 1. Mai, 16:07

