Wir können einander verstehen; aber deuten kann jeder nur sich selbst.
[emil sinclair]
stella nera - 28. März, 23:17
hat schon jemand herausgefunden was wir hier eigentlich tun? wozu hat der mensch seine intelligenz? um die welt zu zerstören?
es muss doch einen tieferen sinn für das menschliche leben geben. und wenn es keinen allgemeinen grund gibt, dann muss es für jeden einzelnen einen geben.
ich werde mein leben der suche nach meinem lebenssinn widmen. und ihr dürft mich dabei begleiten.
ich muss mehr nachdenken. mehr über das leben nachdenken. über den sinn. über das weltgeschehen. über die raumzeit. über zwischenmenschliche beziehungen. über alles.
statt dauernd in tagträumen zu schweben. das leben zieht an mir vorbei, während ich träume.
ist das leben ein abenteuer? der gewöhnliche alltag? manchmal schon.
wenn man alle erfahrungen, erinnerungen, erkenntnisse und das wissen jedes menschen auf der ganzen welt zusammentragen würde in einem riesiegen gehirn -- dann würden wir erkennen. den sinn. die gesamtheit. die grösse. die schönheit. die vollkommenheit. das unendliche. das endliche. alles.
"Dass ich erkenne was die Welt
Im Innersten zusammenhält" - Goethe: Faust
"Wahrer Beruf für jeden war nur das eine: zu sich selbst zu kommen." - Hesse: Demian
stella nera - 28. März, 22:35
wenn man eine literaturwissenschaftliche arbeit verfasst, macht man zuerst ein konzept. man überlegt sich, was man schreiben will und wie man es gliedert. bis dahin ist das ganze recht einfach. man braucht nur eine kreative idee, aus der sich etwas machen lässt.
wenn es aber ums schreiben geht, wird es schon schwieriger. besonders der anfang. das formulieren von sätzen wäre ja kein problem. und eigentlich weiss man ja ungefähr, was nachher da stehen sollte. aber wenn man nur noch wüsste, in welchem der fünfzig verschiedenen quellen, die alle etwa das gleiche beinhalten, man welche aussage gelesen hatte. wo war schon wieder dieses zitat? und diese ewigen fussnoten, die man anhängen muss.
das ist alles viel zu kompliziert. so kann man keinen richtigen text verfassen. alles ist zusammengestückelt. es entsteht kein schreibfluss.
man sollte gar keine literaturwissenschaftlichen arbeiten schreiben. sondern selbst literarische texte verfassen. und andere darüber schreiben lassen!
stella nera - 28. März, 20:53
travailler c'est trop dur et voler c'est pas bon, demander la charité c'est quelque chose que je peux pas faire. jaque jour que moi je vie on me demand de quoi je vie, je dit: je vie sur l'amour et j'éspère de devenir vieux.
[polo hofer]
stella nera - 23. März, 14:16
vor einer reise ist man immer aufgeregt. meistens schon vor einer kurzen. habe ich alles? was brauche ich noch? die ganze zeit überlegt man sich, was man wohl vergessen hat. schlussendlich nimmt man immer zuviel mit. braucht die hälfte der dinge im koffer nicht. und das, was man brauchte, hat man vergessen. man ist nie zufrieden mit dem, was man mitgenommen hat.
mit dem leben ist es dasselbe. man hat nie das, was man will. im koffer sind nur dinge, die man nicht braucht. ballast. wenn es regnet, haben wir eine sonnenbrille. wenn es warm ist, winterkleider.
und während des ganzen lebens hat man zeit die nutzlosen dinge, durch nützliche auszutauschen. dummerweise hinken wir der zeit immer einen schritt hinterher. was wir in der jugend brauchten, wird im alter nutzlos.
und alles verändert sich, ohne dass wir es wollen. die zeit vergeht zu schnell in guten zeiten und zu langsam in schlechten.
wir sind immer unfähig. unwissend. naiv.
stella nera - 22. März, 21:22
der tag sieht besser aus als der letzte. und doch ist er genau so grau. und ich bin immer noch krank. unfähig zu arbeiten. unglaublich. ich hocke am pc und tippe irgendwelchen schwachsinn. der auch noch im internet veröffentlicht wird.
gedanken sind schon etwas komisches. urkomisch. schräg. grotesk.
fragt euch: wann habe ich mich das letzte mal so scheisse gefühlt? dass ich keinen konkreten gedanken verfolgen konnte? dass ich im bett lag und weder aufstehen noch schlafen konnte?
zu müde um zu schlafen. zu wach um aufzustehen.
und die träume werden immer skurriler. wirr.
letzte nacht wurde ich von einem mann in einem groillakostüm verfolgt. und vorletzte nacht habe ich dabei zugesehen wie meine freunde sich frisch fröhlich arme und hände mit messern aufschnitten. überall blut.
mein blick starrt permanent ins nichts. erfasst nichts. mein kopf ist gefüllt mit einer schleimigen masse, die nach fencheltee riecht. immer dieser fenchelgeruch. widerlich. da nützt nicht einmal mehr zähneputzen.
stella nera - 16. März, 13:56
fieber. fieber. fieber. fieber. fieber.
es frisst mich auf von innen. frisst sich langsam nach aussen. frisst und frisst.
bis ich endgültig verschwunden bin.
rettet mich niemand?
einfach. allein. einsam. traurig. verzweifelt.
wenn nur die zeit schneller vergehen würde. oder viel viel langsamer. nur nicht so wie jetzt.
endzeitstimmung. orientierungslosigkeit.
metamorphose.
kreativität.
ende der geschichte.
nur noch monotones knarren.
rrrrrrrrrrrr rrrrrrrrrrrr rrrrrrrrrrrrrr rrrrrrrrrrrrr rrrrrrrrrrrrrr rrrrrrrrrrr rrrrrrrrrrrrrr rrrrrrrrrrrrrrr rrrrrrrrrrr
stella nera - 15. März, 20:27
der neue tag geht schon zu ende. ein tag wie der letzte. kein ende in aussicht. fragen über fragen. eine endlose suche nach sinn. und ich finde nichts. keine ahnung was geht. wer weiss schon was er will? nicht das. nicht das.
ich frage mich manchmal woher ich die kraft nehme einfach weiterzumachen. ein leerer kopf. ein leeres herz. das leben besteht aus erinnerungen. ich träume von der zukunft. ständig unterwegs. und komme doch nie an.
der übergang zwischen traum und realität ist fliessend. wie zwischen schnee und wasser.
frühling wo bleibst du?!! der winter hat mich satt. die ewige dunkelheit deprimiert. und jeder tag ist wie der letzte. frag nicht - antworte!
stella nera - 15. März, 19:38